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Der Drachenfels

und die gleichnamige Burgruine ist seit Jahrhunderten beliebter Ort für Besucher des Siebengebirges

Blick vom Rheintal auf das Siebengebirge mit Drachenfels. Foto:Rheintal.de
Aussichtsplateau unterhalb der Burgruine. Foto:Rheintal.de
Von der ehemaligen Burg stehen nur noch Reste. Foto:Rheintal.de
Gastronomie am Fuße der Burgruine. Foto:Rheintal.de
Die Besucherplattform und Restauration werden von Besuchern gerne besucht. Foto:Rheintal.de
Blick vom Besucher-Plateau hinauf ins Rheintal. Foto:Rheintal.de

Bei klarem Wetter ist der Drachenfels mit dem Rest der gleichnamigen Höhenburg, von weitem zu sehen. Mit dem Bau der Burg wurde 1138 vom Kölner Erzbischof Arnold I.begonnen und 1149 von Gerhard von Are, dem Propst des Bonner St.-Cassius-Stiftes, gekauft und fertiggestellt. Der wohl berühmteste Burggraf Godart wurde durch den Trachyt vom Drachenfels, wichtigstes Baumaterial für den Kölner Dom, sehr vermögend.

1634 war die Burg bereits stark beschädigt und wurde nicht mehr repariert. 1638 eroberten protestantische schwedische Truppen den Drachenfels und schleiften die Außenwerke. Der Drachenfels ist einer der Berge des Siebengebirges. Er liegt 321 m über dem Meeresspiegel, an der großen Fahr- und Wanderstraße des Rheinreiseverkehrs. Der Grundstock des Berges besteht aus Tonschiefer, die Gesteinskuppen aus Trachyt und Basalt. Die vulkanischen Massen wurden während der Tertiärzeit durch Erdspalten herausgespült.

Schon vor 2000 Jahren begannen die Römer mit dem Abbau des Stein. Blöcke wurden aus dem Berg geschnitten und über ein Rutsche zum Rhein transportiert.  Der Trachyt wurde zum Bau von Burgen, Klöstern und Türmen benutzt. Der Name Drachenfels stammt übrigens auch von dem Trachyt (eigentlich Trachytfels) und nicht von einem Drachen, der einer alten Sage nach, hier gehaust haben soll.

Der Drachenfels ist das beliebteste Ausflugsziel im Siebengebirge. Das neu gestaltete Hochplateau, befindet sich nur wenige Meter unter der Bergspitze und  kann mit Hilfe der Zahnradbahn oder zu Fuß erreicht werden. Am 15. Juli 1883 war die erste Fahrt hinauf zur Bergstation. Der Bau der Bahn dauerte 8,5 Monate und wurde nach den Plänen des Ingenieurs Riggenach angefertigt. Er gilt auch als Erfinder dieses Bergbahn-Systems . Die verschiedenen Bauteile entstanden in einer Maschienenfabrik in Esslingen. Am Fuße des Saurenberges befindet sich das Betriebsgebäude, Wagenschuppen und Wartehalle der Bahn. Von hier bis hinauf zum Drachenfels legt sie eine Gesamtstrecke von 1520 m, und einen Höhenunterschied von 220 m zurück. Der Unterschied einer Zahnradbahn zu einer alten Lokomotive besteht in ihrem Triebwerk und der Arbeitsleistung des Dampfes. Bei der Zahnradlok sind die Räder reine Laufräder, und zur Fortbewegung dient allein das in die Zahnstange eingreifende Haupttriebrad. Die Zahnradbahn wird auch heutzutage noch gerne benutzt, um auf den Drachenfels zu gelangen, da der reiner Fußweg doch recht steil und anstrengend ist.

Auf halber Höhe des Drachenfels liegt das Schloss Drachenburg. Mit seinen vielen Bögen, Türmen, Erkern und Balkonen erinnert es stark an ein Märchenschloss. Es wurde von Stephan Baron von Sharter gebaut, welcher sich von vielen anderen Gebäuden und deren Bauweise inspirieren ließ. Vom Kölner Dom z.B von den spitzen Bögen und von den Türmen und Zinnen der alten Burgen aus dem Mittelalter. Auch das Burginnere ist mit viel Liebe zum Detail ausgestattet worden. Die verschiedenen Räume ( z.B der Speisesaal, der Empfangssaal, das Jagdzimmer, die Bibliothek, die Kunsthalle und andere) vermitteln einen Eindruck, wie reiche Leute früher gelebt haben.