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Burg Landeck

war einst Schutzburg für das Kloster der Benediktiner-Mönche in Klingenmünster

Blick von der Deutschen Weinstrasse zur Burg Landeck und einen Teil von Klingenmünster. Foto: Rheintal.de
So sahen sie wohl aus die Herrn Ritter vor 500 Jahren. Foto: Rheintal.de
Bei den Kämpfen Mann gegen Mann geht es hoch her im Burghof. Foto: Rheintal.de
Innenhof der Landeck mit Besuchern und Teilnehmern des Ritterspektakel. Foto: Rheintal.de

Die Burgruine Landeck fügt sich wie kaum eine andere ihresgleichen in das Landschaftsbild an der Deutschen Weinstraße. Aus südlicher Richtung kommend, ist sie vor dem Ortseingang von Klingenmünster weit sichtbar. Entgegen anderer Wehranlagen wurde sie nicht auf einer Bergspitze errichtet, sondern an der Rheintal-Flanke des Treitelsberg.

Sie galt als Schutzburg für das Benediktiner-Kloster von Klingenmünster und gehört zu den schönsten Staufer-Burgen der Pfalz. Vermutlich wurde sie um das Jahr 1170 vom Grafen zu Saarbrücken erbaut. Erbschaften, Verpfändungen und Verkauf gehörten im Mittelalter zu den Hauptgründen für Besitzerwechsel. Ob die Herrschaften selbst die Burg s. Zt. bewohnten, oder ob Vögte und Verwalter dort lebten, ist spärlich überliefert. 

Im Bauernkrieg 1525 erlitt das Gebäude erste Brandschäden und auch im 30jährigen Krieg mussten Schäden hingenommen und repariert werden. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 versetzt der französische Marschall Mélac mit seinen abziehenden Revolutionstruppen der Burg den Todesstoß. Er lässt sie bis auf die Grundmauern abbrennen.

Danach wird sie nie mehr aufgebaut. Das massive Buckelquarder-Mauerwerk aus staufischer Zeit ist bis heute erhalten, ebenso der stolze Bergfried. Dem Besucher bietet sich von der 23 m hohen Plattform ein herrlicher Blick auf die Pfälzer Ebene und gestattet bei gutem Wetter und guter Sicht den Blick auf die Erhebungen des Odenwald und Schwarzwald.

Jedes Jahr findet im Sommer auf dem Burggelände ein Ritterfest statt. Gekonnte Darbietungen der Akteure  vermitteln ein wenig den Eindruck, wie unsere Vorfahren im Kampf Mann gegen Mann mit Schwert und anderen Hieb- und Stickwaffen, versuchten den Gegner auszuschalten. Ein faszinierendes Burg-Spektakel für Jung und Alt.

Ein Förderverein bemüht sich seit vielen Jahren sowohl das Bauliche, als auch das Gelände rund um die Burg zu erhalten und zu pflegen. Besucher können sie auch mit dem Fahrzeug erreichen. Am Ortsausgang von Klingenmünster, nahe der Pfalzklinik, führt eine Straße zu einem großzügig angelegten Parkplatz.  In der Burgschänke findet auch Bewirtung statt.