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Bonn-Mitte

Name:Bonn-Mitte
Land: Deutschland
Rheinabschnitt:Mittelrhein
Rheinregion:Reg.Bezirk Köln / Mittelrhein
Region: Regierungsbez.Köln / Bonn-Stadtteile
Stromkilometer:ca. 657.0
Rheinlage: linksrheinisch
mit direkter Rheinanbindung
Homepage: http://www.bonn.de

Bonn - eine Stadt mit über 2000jähriger Geschichte

Geburtsort des Musik-Genies - Ludwig van Beethoven, einst Bundeshauptstadt, heute Sitz von Dax-Unternehmen und UN-Organisationen. 

Bonn gehört zu den bekanntesten Städten der Bundesrepublik Deutschland. Warum das so ist, dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen war Bonn von 1949 bis 1990 Bundeshauptstadt und somit Sitz von Parlament und Arbeitsplatz von tausenden Staatsbeamten und Politikern. Und 1770 erblickte in Bonn einer der bekanntesten Musiker der Welt hier das Licht der Welt, nämlich Ludwig van Beethoven.

Nicht zuletzt ist Bonn heute, Jahre nach der Wiedervereinigung, Sitz von 19 Organisationen der Vereinten Nationen (UN).Lange vor den Römern lebten im heutigen Stadtgebiet Menschen und errichteten Siedlungen. Das in Oberkassel gefundene Doppelgrab wird auf ein Alter von 14.000 Jahren datiert und ist für die frühe Besiedlung ein Zeugnis. Obwohl zahlreiche Stämme und Volksgruppen hier sesshaft waren, wird die Gründung von Bonn auf das Jahr 12 v. Chr., durch die Römer festgeschrieben. „Bonna“ war vergleichsweise mit „Colonia“ ein eher unscheinbares Lager. Der damalige Stadthalter Agrippa hatte lediglich eine Legion hier angesiedelt.

Nachdem die Römer sowohl die nördlichen als auch südlichen größeren und kleineren Ansiedlungen und Kastelle verlassen hatten und sich völlig in ihre italienische Heimat zurückzogen, wurde es über einige Jahrhunderte „ruhig“ hier im Rheintal. Das änderte sich um das Jahr 882 und 883, als die Wikinger mit Flachbooten den Rhein flussaufwärts segelten und Städte und Dörfer plünderten und niederbrannten. Auch Bonn wurde gebrandschatzt.

Mit dem Beginn der fränkischen Zeit entwickelte sich in Bonn im 9. und 10. Jahrhundert ein geistliches und kulturelles Zentrum. Im 11. Jh. wurde die romanische Stiftskirche, das heutige Bonner Münster gebaut. Im Bereich des damaligen Marktes entstand eine zentrale Siedlung. 1243 erhält Bonn die vollständigen Stadtrechte.

Im Mittelalter bis zur Neuzeit, wird die Stadt am Rhein zum Wohn- und Residenz-Sitz Kölner Kurfürsten. Zeugnisse aus der Zeit sind u.a. das im Rokoko-Stil bis 1737 erbaut „Alte Rathaus“, in direkter Nachbarschaft das später errichtete Kurfürstliche Schloss, in dem sich heute das Hauptgebäude der Universität befindet und das „Poppelsdorfer Schloss“. Beide Schlösser sind durch eine Kastanien-Alle miteinander optisch verbunden.

Mit der Besetzung des Rheinlands durch französische Truppen, im Jahr 1794, ändern sich wie überall in der Region, auch in Bonn, die Zeiten der Pracht und des Prunks der Kölner Kurfürsten. Die Herrschaft der Franzosen hat großen Einfluss auf das Alltags-Leben in den besetzten Gebieten. Zwanzig Jahre dauerte es, bis 1814 die Preußen in Bonn und in den anderen Städten und Rheinregionen die französische Herrschaft ablösen. 1815 wird Bonn Preußen zugesprochen und fortan regiert der Preußenadler über dem Rhein.

Vier Jahrzehnte preußische Präsenz am Rhein hinterlassen Spuren. Davon sind heute u.a. in Bonn noch sichtbar: Der „Bismarck-Turm“ in der Bonner Rheinaue und in Bad Godesberg, ferner das Gottfried „Kinkel-Denkmal“ in Bonn-Oberkassel. Es wurde 1804 zu Ehren des Dichters und Politikers errichtet.

Nach dem „Ersten Weltkrieg“ wird Bonner zunächst durch kanadische-, britische- und schließlich erneut französische Truppen besetzt. Während des Zweiten Weltkriegs sterben etwa 4000 Bonner an den Folgen der alliierten Luftangriffe. Von 11.000 Wohnhäuser bleiben nur ca.1200 unbeschädigt, so schreibt es der ehemalige Bonner Stadtarchivar Hörold. Prachtvolle Gebäude wie die Stadtpalais „Boeselager-Hof “ und „Metternicher Hof“ überstehen den Krieg nicht, so wie auch das enge Gewirr von Gassen am Rhein. Dem Einsatz mutiger Bonner Bürger ist es zu verdanken, dass das Beethoven-Haus nicht ebenfalls Opfer der Flammen wird.

Am 9. März 1945 marschieren amerikanische Truppen ein und beenden damit den Zweiten Weltkrieg für Bonn. Erneut übernehmen britische Soldaten als Besatzungsmacht die spätere Bundeshauptstadt. Nachdem Bonn nach der Wiedervereinigung jedoch diesen Status verliert, bemühen sich die Stadtpolitiker, dass der einstige internationale Status Bonn nicht völlig abhanden kommt. Der Einzug von 19 UN Organisationen trägt ebenso dazu bei, wie die Ansiedlung von den Dax-Unternehmen Telekom und Deutsche Post AG.

Für die Musikfreunde und Beethoven-Fans wird Bonn immer ein Magnet sein und bleiben. Und das nicht nur wegen des musikalischen Erbes. In dem vor Jahren neu geschaffenen Kammermusiksaal und der Beethoven-Halle finden jedes Jahr Konzerte mit den besten Musikern und Dirigenten der Welt statt, so auch zum Beethoven Fest im September 2015.

Fotos: Alle Rechte Rheintal.de



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