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Bacharach

Name:Bacharach
Land: Deutschland
Rheinabschnitt:Mittelrhein
Rheinregion:Rhein-Hunsrück-Kreis
Region: Verbandsgem. Rhein-Nahe
Stromkilometer:ca. 543.0
Rheinlage: linksrheinisch
mit direkter Rheinanbindung
Homepage: http://www.bacharach.de

Bacharach – eine Stadt mit wechselvoller Geschichte 

Im engen Flusstal des Rheins entstanden Kirchen und Burgen an den Uferhängen

 

Der Name "Bachercho" wird um das Jahr 1020 erstmals in einer Urkunde genannt. Forscher und Historiker glauben, dass der Ortsname auf das lateinische „baccaracum“ zurückzuführen ist, was soviel wie „Landgut des Baccarus“ bedeutet. Als sicher gilt, das Kelten, Römer und Franken in Bacharach sesshaft waren. Das belegen Funde von Alltagsgegenständen, Waffen und Schmuck. 

Die Römerstraße führt von Koblenz kommend, durch Bacharach, weiter stromaufwärts bis Bingen und Mainz. Nachdem die Südländer die Region verlassen, übernehmen die Franken, die bereits als Söldner im römischen Heer dienten, die Macht am Rhein.  

Seit dem frühen Mittelalter ist der Einfluss der Kölner Erzbischöfe bis ins Obere Mittelrheintal dominierend. Sie dehnen ihren Machtbereich kontinuierlich aus und sichern ihn durch „weltliche“ Autoritäten ab. Erst sind es Vögte, dann Pfalzgrafen. Sie bauen Burgen und Kirchen stehen später aber auch in Konkurrenz zu Köln. Sie tragen mit ihrem Ehrgeiz aber auch zur Stadtwerdung Bacharachs bei. Bacharach zeichnete sich besonders im 14. Jh. durch seine namhaften Fürsten- und Städteversammlungen, seine prunkvollen Hochzeiten und seine rauschenden Feste aus und steigt unaufhaltsam zum Sitz eines kurpfälzischen Oberamtes auf. Zusammen mit seinen angeschlossenen Orten erfüllte es alle Kriterien, die eine Stadt als solche definieren.

Auch die zeitweilige Verpfändung an den Erzbischof Balduin von Trier änderte daran nichts. Die Errichtung einer mächtigen Stadtbefestigung und eine eigene Münzprägung betonten die Stellung Bacharachs. Der kölnische Einfluss verringerte sich zunehmend. Mit der Erhebung des Rheinzolls, dem intensivierten Weinbau und dem Weinhandel kommt der Wohlstand. Wallfahrer, die zum Grab des als Märtyrer verehrten Knaben Werner pilgerten, spülen Geld in die Kassen der gotischen Kapelle und in die Kassen der Wirte.

Das 17. Jh. stellte die Menschen vor große Herausforderungen. Während des Dreißigjährigen Krieges wird die Stadt durch Eroberungen, Plünderungen und wechselnde Besatzungen wiederholt verwüstet. Die Pest forderte viele Opfer und am Ende des Jahrhunderts bricht der Pfälzische Erbfolgekrieg aus, in dessen Verlauf die Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. die Stadtmauerecktürme und die Burg Stahleck sprengen. Das Dach der Wernerkapelle wird schwer beschädigt. Die Ruine avancierte später zum Wahrzeichen von Bacharach.

Während der Revolutionskriege besetzten die Franzosen 1792/93 erstmals das linke Rheinufer, das man ihnen einige Jahre später offiziell zuspricht. 1802 wird im Zuge der Säkularisation die Kirche mit Ausnahme der Bistümer und Pfarreien enteignet und ihr Besitz versteigert.
In der Neujahrsnacht 1814 überquerte der preußische Feldmarschall Blücher bei Kaub den Rhein und beendete die französische Herrschaft. Bacharach wird preußisch. Bald darauf gehörte die Stadt zum neu geschaffenen Kreis St. Goar.

Erst der am Beginn des 19. Jh. einsetzende Tourismus durch die „Entdeckung“ der Rheinromantik bewirkte einen nachhaltigen Aufschwung von Handel und Gewerbe in der Region, besonders die Winzer und Hoteliers profitierten davon. Im Posthof zu Bacharach steigen Kaiser und Könige, Zaren und Prinzen und andere bekannte Persönlichkeiten des Hoch- und Ministerialadels ab. Die Bacharacher stellten sich auf die steigenden Besucheranzahl ein und bauen die 1833 errichtete Kahnstation am Ende des 19. Jh. zu einer Schiffslandebrücke für Passagierdampfer aus. Voraussetzung für die Dampfschifffahrt war eine Regulierung des Rheins und die Beseitigung gefährlicher Felsen.

Mit dem Bau der Eisenbahn 1857–1859 beginnt das Zeitalter des Massentourismus. Berühmte Maler und Dichter aus ganz Europa zieht es in die romantische, mittelalterliche Stadt. Victor Hugo schwärmt von ihr und Clemens Brentanos Zauberin Lore Lay soll in Bacharach gewohnt haben, bevor sie sich von einem Felsen stürzte – ihrer Legende entgegen.

Das heutige Stadtbild, das sich dem Besucher vom Rhein her bietet, ist auch dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz zu verdanken, der die Burg wieder aufbauen und die Stadtbefestigung erneuern ließ. 1969 erfolgte die Eingliederung des Vierthälergebietes in den Kreis Mainz-Bingen. 2002 hat die UNESCO es in ihre Liste als Welterbe Oberes Mittelrheintal aufgenommen.

Quellen: Stadt Bacharach, Wikipedia, u.a. Fotos:Bild1:Peter Weiler, Bild2:Japaokal, Bild3:Mac4music,Bild4:HoWi,Bild5:HoWi, Alle Fotos:CC BY-3.0/Lizenz

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