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Eltville

Name:Eltville
Land: Deutschland
Rheinabschnitt:Oberrhein
Rheinregion:Reg.Bez.Darmstadt
Region: Rheingau-Taunus-Kreis
Stromkilometer:ca. 511.0
Rheinlage: rechtsrheinisch
mit direkter Rheinanbindung

Eltville - war einst die Hauptstadt des Rheingaus.

Heute nennt sich Eltville Wein-, Sekt- und Rosenstadt

 

Der Rheingau stand als Siedlungsgebiet sowohl bei den Römern, später bei den Franken und nicht zuletzt bei kirchlichen und weltlichen Würdenträgern hoch im Kurs. Historische Funde vom Stadtgebiet Eltvilles und der Umgebung belegen, dass die Siedlungsspuren bis zur Jungsteinzeit reichen.

In Urkunden erscheint häufiger der Name "alta villa" als Ortsname. Ob jedoch diese Bezeichnung Eltville den heutigen Namen gab, darüber gibt es keine gesicherten Beweise. Es ist wahrscheinlicher, dass es sich eher um die lateinische Übersetzung eines fränkischen Ortsnamens handelt, so die Fachleute. Ausgrabungen auf einem frühmittelalterlichen Gräberfeld beweisen, dass das Eltviller Gebiet seit 460/470 n. Chr. besiedelt war. Der Ort entwickelte sich vermutlich um einen fränkischen Königshof, der sich an Stelle der Kurfürstlichen Burg befand. Dieser bildete den Verwaltungsmittelpunkt des östlichen Rheingaus.

Die Mainzer Bischöfe gehören über einige Jahrhunderte zu den Besitzern großer Teile der Region. Aus einer im 11. Jahrhundert verfassten Lebensbeschreibung des Erzbischofs Bardo ist bekannt, dass dieser sich gerne in "Alta Villa", im Volksmund auch "Eldevile" genannt, aufhielt. Immer wieder suchten er und seine Nachfolger im nahen Rheingau Zuflucht vor den seinerzeit streitbaren Mainzer Bürgern.

Eltville erlebte seine Blütezeit im 14. und 15. Jahrhundert. Balduin von Trier, der vom Mainzer Domkapitel gewählte, vom Papst aber nicht bestätigte Erzbischof, baute Eltville im Kampf gegen seinen Konkurrenten Heinrich von Virneburg zu seinem Stützpunkt aus. Kaiser Ludwig der Bayer verleiht Eltville 1332 besondere Privilegien und verbindet damit das Recht, Befestigungsmauern und Gräben anzulegen. Bis in die Mitte des 19. Jh. bleibt Eltville die einzige Stadt und Sitz der Zentralbehörden des ganzen Rheingaus. Die kleine Stadt wird über einige Jahrhunderte zur Residenz bedeutender Reichsfürsten des Mittelalters. Vom Reichtum und Selbstbewusstsein der Eltviller Bürger zeugt noch heute der hohe, reich geschmückte Kirchturm.

Der Bauernaufstand im Jahre 1525 sowie die Truppendurchzüge, Besetzungen und Plünderungen der Kriege des 16., 17. und 18. Jh. verursachten schwere Schäden und wirtschaftlichen Niedergang. Die große Pestepidemie von 1666 dezimierte die inzwischen verarmte Bevölkerung, so dass die um 1500 anzunehmende Zahl von ca. 1300 Einwohnern erst im 19. Jh. wieder erreicht und überschritten wird.

Nach Auflösung des Kurstaates Mainz kommt Eltville und der Rheingau an das Fürstentum und spätere Herzogtum Nassau, das 1866 dem Preußischen Staat einverleibt wurde. Durch die Gründung der Sektkellerei Matheus Müller und den Zuzug vieler reicher Neubürger, die sich prächtige Villen errichteten, erlebte Eltville im 19. Jahrhundert einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, verliert aber seinen Status als Hauptstadt des Rheingaus an Rüdesheim.
Im Zuge der Gebietsreform im Jahre 1976 werden vier Nachbargemeinden eingegliedert. Erbach, Hattenheim, Martinsthal und Rauenthal bilden gemeinsam mit der Kernstadt die Stadt "Eltville am Rhein".

Quellen: Stadt Eltville, Wikipedia, u.a. Fotos:Bild1 Bruehl,CC BY-3.0,

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