Logo - Rheintal.de das Portal für die Rheinregion und drüber hinaus.

Königswinter

Name:Königswinter
Land: Deutschland
Rheinabschnitt:Mittelrhein
Rheinregion:Reg.Bezirk Köln / Mittelrhein
Region: Rhein-Sieg Kreis / Mittelrhein
Stromkilometer:ca. 645.0
Rheinlage: rechtsrheinisch
mit direkter Rheinanbindung
Homepage: http://www.koenigswinter.de

 

Königswinter - eine Stadt mit langer Touristentradition

Das Siebengebirge, den Drachenfels und den Petersberg kennen auch Könige und Präsidenten  

 

Es gibt nur wenige Städte in Deutschland, die wie Königswinter seit vielen Generationen auf eine ähnliche große Bekanntheit blicken können. Nicht immer jedoch war diese Popularität auch im Sinne der Stadtväter. Das gilt besonders für die Zeit, als sich Menschenmassen, meist lautstark, an Wochenenden durch die kleinen Gassen der Stadt drängten. Pendelnd zwischen Rheinufer und dem Aufgang zum Drachenfels. Zahlreiche Besucher waren voll des süßen „Drachenblut“ - ein Rotwein vom nördlichsten Rheinwein- Anbaugebiet, dem Siebengebirge.

Karl der Große soll am Drachenfels eine Weinparzelle erworben haben. Dieser königliche Weingarten war angeblich Anlass zur Namensgebung für die Stadt Königswinter. Nachgewiesen ist dies jedoch nicht. Die Besiedlung der Region, besonders auf den Höhen des Siebengebirges, ist bis 3500 v.Chr. belegt. Nach den Kelten kamen die Römer. Ab 50 n.Chr. bauten sie Tonne um Tonne Trachit ab, ein „weiches“ Gestein, das zur Zeit des Vulkanismus in der Region entstanden ist. Auf flachen Booten fuhren sie die Steinquader flussabwärts nach Köln oder andere Städte, wo sie als Baumaterial benötigt wurden. Bis heute sind noch Spuren dieser Aktionen zu finden. Im Rüdernet, einem Waldhang am Stadtrand, liegen noch bearbeitete Felsbrocken, die nicht transportiert wurden. Tiefen Einkerbungen für die Zugseile sind bis heute sichtbar. Und wenn der Rhein Niedrigwasser führt, lohnt sich ein Gang zum Rheinufer am südlichen Stadtrand. Dort liegen noch zahlreiche Brocken im Fluss, die beim Verladen über Bord fielen.

Im Mittelalter waren auch in Königswinter die Zeiten turbulent, wie nahezu überall im Rheintal. Der Ort hatte keine Stadtrechte, was aber nicht bedeutete, dass sich kein Graf, Fürst, König oder Kardinal für Königswinter interessierte. 1889 erhielt der Ort dann auch die Stadtrechte. Der Drachenfels war um seine Burgruine lange nach den Römern immer wieder als Steinbruch missbraucht worden. Nachdem ein Abbaustop durchgesetzt war und es in diesem Wirtschaftszweig ruhiger wurde, lebten die Menschen vorwiegend vom Weinanbau. Der Engländer Lord Byron schrieb ein romantisches Gedicht über den Drachenfels, was seine Landsleute veranlasste, sich einmal die „Felszacke Drachenfels“ anzusehen. Zu dieser Zeit verstärkte sich mit steigender Mobilität der Fremdenverkehr.

Mit steigender Mobilität kamen immer mehr Touristen 

Es war jedoch mehr der wohlhabenden Bevölkerung vorbehalten, eine Rheinreise durchführen zu können. Einen weiteren Anschub für den Tourismus erreichte der Bonner Germanist Karl Simrock. Er übersetzte aus dem Mittelhochdeutsch die Nibelungensage so, dass Siegfried den Drachen nicht irgendwo tötete, sondern dort wo Drachen leben, in einer Drachenhöhle - und die gab es im Siebengebirge.

Als 1827 die ersten Dampfschiffe auf dem Rhein fuhren, begann ein reger Fremdenverkehr auf dem Strom, wovon natürlich Königswinter stark profitierte. Der Bau von zwei Zahnradbahnen, die eine führte zum Petersberg, die andere zum Drachenfels, belebte das Interesse zusätzlich und so kamen die Besucher in Scharen. Es entstanden zahlreiche neue Hotels an der Rheinpromenade. Der Charakter des beschaulichen Stadtbildes konnte jedoch trotz steigender Bauaktivitäten erhalten werden, auch als sich die ersten Industriebetriebe am Stadtrand ansiedelten.

Von einigen massiven Bombentreffern abgesehen, die auch zur Zerstörung einiger Hotelbauten führten, blieb Königswinter die große Vernichtung, wie in einigen Nachbarstädten im Zweiten Weltkrieg, erspart. Wenige Jahre nach dem Krieg wurden auf dem Petersberg die ersten Maßnahmen der Alliierten Hohen Kommission getroffen, Deutschland als eigenständigen Staat in einer Bundesrepublik entstehen zu lassen.

Das Hotel Petersberg wurde von der Bundesrepublik Deutschland erworben un d zum sicheren Übernachtungsort für Staatsgäste umgebaut. Nachdem Bonn jedoch den Status Bundeshauptstadt verloren hat, ist auch der Bedarf an Unterkünften für Könige und Präsidenten am Rhein weniger geworden.

Königswinter wuchs nach der kommunalen Neugliederung zu einer neuen Stadt mit ca. 80 Ortsteilen/Gehöften, die in neun Stadtteilen unterteilt sind. Die Kernstadt ist die „Stadt Königswinter am Rhein“.

Sehenswürdigkeiten und Freizeit-Tipps: 

Blick vom Hotel Petersberg aufs Rheintal, Siebengebirgsmuseum, Sea World, Fahrt mit der Zahnradbahn zum Drachenfels-Plateau, Burgruine Drachenfels, Klosterruine Heisterbach, 

Königswinter:

Hotel

* Tourist

Das Hotel liegt eingebettet in eine weitläufige Parkanlage auf der Margarethenhöhe, direkt im Naturpark Siebengebirge.

+49 (0) 2223 - 29 73 0


Autofähre
Königswinter