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Friedrich Karl Ströher

Erst vergessen, heute bekanntester Maler des Hunsrück

Selbstportait
Spanierin mit Fächer 1911

Friedrich Karl Ströher verlässt als junger Mann seine Heimat den Hunsrück und zieht durch zahlreiche Länder Europas. Einen Teil des Lebensunterhalts verdient er als Anstreicher und Stubenmaler. In Paris und Berlin besucht er nach rebellischen Jahren in der Schweiz, verschiedene Schulen und schafft eine akademische Ausbildung. Anfang des 20. Jahrhunderts kann er beachtliche Erfolge in diversen Kunstausstellungen vorweisen.

In den zwanziger Jahren kehrt er in seinen Geburtsort Irmenach zurück und richtete sich dort ein Atelier ein. Er ist arm, denn seine Werke verkaufen sich zunehmend schlechter. Seiner Malerei ist durch kräftige, flächige Farbgebung und einfache Formen bereits expressionistische Stilmittel anklingen lässt, gekennzeichnet. Vor allem bei seinen letzten Werken beschäftigt er sich vorwiegend mit der Hunsrücker Heimat und ihren bäuerlichen Bewohnern, was ihm bis heute den Ruf des Hunsrücker Heimatmalers eingebracht hat. 

Seit 1998 beherbergt das Hunsrück-Museum in Simmern den künstlerischen Nachlass Friedrich Karl Ströhers (1876-1925) und überraschte den Besucher mit bemerkenswerten Gemälden eines zu Unrecht einst weitgehend vergessenen Malers. Die am französischen Impressionismus orientierten Gemälde und Aquarelle Ströhers verraten ein großes Können. Auf seiner Leinwand erwacht eine Straßenszene ebenso zum Leben wie eine stille Sommerlandschaft. Einfühlsame Porträts ziehen den Betrachter in ihren Bann. Das beherrschende zentrale Thema bei nahezu allen Werken des Künstler ist immer das Licht.