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Das Rheinische Schiefergebirge - dazu gehören Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus

die Weinberge des Rheingau gehören zum Taunus und grenzen hier bei Rüdesheim rechtsrheinisch an den Rhein. Foto:Rheintal.de
Blick vom Drachenfels-Plateau auf den rechtsrheinisch abfallenden Westerwald und Eifel im Westen. Foto:Rheintal.de
Der Felsformation "Stenzelberg" im Siebengebirge. Foto:Rheintal.de
Der Druidenstein im Westerwald. Zur Zeit des Vulkanismus erstarrte das Erdinnere zu Basalt-Säulen. Foto:Rheintal.de
auf den Hochebenen der Eifel wurden zahlreiche Windkraftanlagen aufgebaut.
Das Ahr-Tal gehört zur Eifel-Region. hier wachsen edle Weine. Foto:Rheintal.de

Von der Oberrheinischen Tiefebene kommend, macht der Rhein bei Mainz wegen der natürliche Barriere Taunus eine Biegung nach Westen und fließt dann vor dem Mittelgebirge entlang. Bei Bingen wechselt er erneut die Richtung und stößt quer durch das Gebirge Richtung Nordwesten vor. Ursprünglich war dieses Gebiet sehr viel niedriger, so dass sich der Rhein aus dem Mainzer Becken hinaus seinen Weg leicht bis Koblenz bahnen konnte.

Mit der Zeit hob sich das Gebirge ab, wodurch sich der Rheinlauf auf ungefähr 400 Meter Tiefe einschnitt. Die seitlich des Stroms gelegenen Terrassen ähnlichen Stufen sind mit Rheinschotter bedeckt und somit Zeugen dieser Flusssenkung. Auf ihrem fruchtbaren Lößboden gedeihen Weinreben sehr gut. Auch Obst- und Gemüsekulturen findet man häufig in diesem klimatisch begünstigten Gebiet.

Das Rheinische Schiefergebirge erstreckt sich im Osten bis zur Rhön. Dieser Teil soll jedoch bei unserer Betrachtung weniger beleuchtet werden. Die Mittelgebirge Hunsrück und Eifel grenzen jeweils an ihren Ostflanken linksrheinisch an den Strom. Beim Taunus und Westerwald sind es die Westflanken, die zum zum Rhein vielfach steil abfallen. 

Ein großer Teil  der Region gehört zum Mittelrheintal und ist Teil des heutigen Weltkulturerbes. Er ist berühmt für ihre zahlreichen Burgen und Ruinen. Nirgendwo in der Welt liegen sie so eng zusammen, wie hier von Bingen bis Koblenz. Die sagenumwobene Gegend wird wegen dem Reiz ihrer malerischen Weinorte und den romantischen Burgen und Schlössern viel besucht. Trotz aller Schönheit bringt der Rhein hier auch Gefahren. Ab Bingen wird das Durchbruchstal sehr schmal und die Strömung reißend. 

Sehr berühmt ist der Loreley-Felsen auf der Höhe von St. Goarshausen. Der Rhein wird an dieser Stelle auf ein Viertel seiner natürlichen Größe zusammengedrängt. Viele Schiffer sollen der Sage nach wegen des Anblicks einer schönen Nixe, die singend und sich kämmend oben auf dem Felsen saß, gegen die Klippen im Flussbett gefahren und ertrunken sein.

Etwas unterhalb davon liegen die sieben Jungfrauen. Es handelt sich hierbei um aus dem Wasser ragende Klippen. Eine weitere Gefahrenstelle stellt das Binger Loch dar. Um die Schiffsleute vor der engen und flachen Durchfahrt zu warnen, steht auf einer Rheininsel der Mäuseturm als Signal- und Wegzollstation.