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Die Eifel

Deutschlands "jüngste" Vulkan-Region mit großer geologischen Geschichte und Zukunft?

Blick in das Ahrtal. Hier wächst einer der besten Spätburgunder Weine Deutschlands.
Besonders an schönen Tagen ist Hochbetrieb auf dem Rotwein-Wanderweg.
Angler-Idylle an der Ahr.
Die Rur fließt bei Monschau in der Westeifel nahe der belgischen Grenze.
Windparks auf dem Eifelhöhen gehören mittlerweile zum Landschaftsbild.

Die Eifel ist einer der abwechslungsreichsten aber auch unbekanntesten Naturräume Deutschlands. Sie nimmt unter den deutschen Mittelgebirgen eine besondere Stellung ein, denn ihre Vielfalt an Landschaftsformen, erdgeschichtlichen Phänomenen und naturkundlichen Besonderheiten ist unübertroffen. Im Osten grenzt die Eifel an den Rhein, im Süden an die Mosel. An der Nordseite bildet das Vorgebirge sanft mit flacheren Hanglagen den Anschluss an die Kölner Bucht.

Die Bodenbildung der Eifel beruht auf den geologischen und klimatologischen Verhältnissen. In der nördlichen Eifel sind Tonschiefer und Grauwacke weit verbreitet. In Hanglage über dem Kalkgestein sind dagegen oft Rendzinen zu finden, flachgrundige, meist steinige Böden, die über dem wasserdurchlässigen Grund leicht austrocknen. Die typische Braunerde ist ein lehmiger bis sandig-lehmiger Boden, dessen Basengehalt je nach Ausgangsgestein variiert. In den zum größten Teil noch intakten Mittelgebirge der Eifel gibt es viele ineinander übergreifenden Lebensräume.

Sümpfe und Moore, Laub- und Nadelwälder, Wiesen, Kalktriften, stehende und fließende Gewässer, Äcker, Säume und Felsfluren. In der Kalkeifel findet sich durch die geologischen Gegebenheiten, im Zusammenhang mit den klimatischen Bedingungen, eine der artenreichsten Pflanzenwelten Mitteleuropas. Diese wiederum sind dafür verantwortlich, dass verschiedenen Tieren Rückzugs- und Entfaltungsmöglichkeiten geboten wird.

In unzähligen Hecken und Sträuchern leben die verschiedensten  Gattungen von Vögeln, man zählt bis zu 700 Arten an Tag- und Nachtfaltern und bis zu 2500 verschiedene Käferarten. Natürlich sind auch Säugetiere in der Eifelregion anzutreffen, z.B. der Dachs, das Eichhörnchen, das Reh, das Wildschwein und der Fuchs, das hier am häufigsten wild lebende Raubtier. An wenigen Stellen wurden auch die als ausgestorben geglaubten Luchs und Wildkatze wieder gesehen. Eine wichtige Aufgabe des Naturschutzes ist, die Lebensräume der Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten. Hier weisen besonders die Kalkmulden einen hohen Anteil an geschützten Flächen auf.

Eines der größten zusammenhängenden Naturschutzgebiete, das Lampertstal, erstreckt sich von Alendorf über Ripsdorf und Dollendorf bis zum Ahrtal und umfasst mehr als 650 Hektar. Großflächige Pflanzengesellschaften wachsen hier, wie z.b Orchideen, Haargersten-Buchenwald, Berg-Glatthaferwiesen und bachbegleitende Staudenfluren. Die Beibehaltung oder sogar die Wiedereinführung extensiver Landnutzungsformen sind für den Erhalt gefährdeter Lebensräume wichtig. Zahlreiche Biotope können auf diese Weise weiterbestehen, da eine flächendeckende Waldentwicklung ausgeschlossen wird.

Es gibt reichlich Spuren römischer, keltischer und fränkischer Kulturen. Zahlreiche Burgen und Schlösser wurden im Mittelalter und später auf engstem Raum errichtet.