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Ein Wasserflughafen auf dem Rhein.

Die Stadt Köln konnte das ihren Bürgern bieten

Postflugzeug vom Typ He12 am Rheinufer, Fotograf: Unbekannt
Die Landung von größeren Maschinen wie diese Do X war auch in Köln selten. Fotograf:Unbekannt

Welche Stadtväter können schon behaupten, dass sie über einen Wasserflughafen auf dem Rhein verfügen. Im Jahr 1927 konnten dies die Kölner Kommunalpolitiker, denn auf dem linken Rheinufer, ca. 500 m nördlich der Hohenzollernbrücke, dort, wo heute die Touristen-Schiffe ankern, war er eingerichtet worden. 

Die Vorrichtung bestand aus einem großen Landfloß und einer Brücke, die mit dem Rheinufer verbunden war. Die Kölner gaben dem Wasserflughafen den Namen Kunibertsrampe, da sie auf der Höhe der Kunibert- Kirche lag. Die Wasserflugzeuge vom Typ Junkers F 13 gehörten der noch jungen Fluggesellschaft Luft-Hansa. 

Sie wurden zum Transport von Personen und Fracht, vor allem Post eingesetzt. Die Luftlinie schaffte eine Verbindung zwischen den Städten Köln-Duisburg und Rotterdam. Die Maschinen vom Typ Henkel He12 konnten auch als Katapult-Flugzeuge eingesetzt werden. Sie brachten Briefe, Karten und Pakete aus Nordamerika, die mit dem Schnelldampfer der Norddeutschen Lloyd über den Atlantik kamen. Die kleinen Flugzeuge wurden vor der Insel Borkum von Bord katapultiert und flogen dann zum Rheintal.

1932 hatten die Kölner die Gelegenheit, ein weiteres Ereignis der Luftfahrttechnik auf dem Rhein zu erleben. Vom 21.-29. September lag das Flugboot Dornier Do X  auf dem Rhein vor Anker. Das Flugzeug war seit Mai auf einem Deutschlandflug unterwegs und machte in verschiedenen Städten Station. Bis zu 100 Personen, je nach Anordnung der Bestuhlung, konnten mitfliegen, begleitet von 12 Besatzungsmitgliedern, die für Sicherheit und Service sorgten.