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Flora und Fauna

Das Meerneunauge

ein fast ausgestorbener Fisch wurde wieder entdeckt.

Rhein-Lachse

Lachse kehren in den Rhein und Nebenflüsse zurück

Die fantastische Tier- und Pflanzenwelt im Rheintal

Als sich das Klima im Rheintal nach der letzten Eiszeit wieder langsam erwärmte, veränderte sich auch die Tier- und Pflanzenwelt in Zentraleuropa.
Mit Beginn der nacheiszeitlichen Warmphase, vor etwa 8.000 – 10.000 Jahren, hatten all die Pflanzen eine Lebenschance, die das mildere Klima bevorzugten.

Über die burgundische Pforte, das Moseltal und andere Nebenflusstäler gelangten Pflanzenarten in das Rheintal, die bis heute an den Schieferfelsen des Rheins, der Mosel und des Ahrtals zu finden sind. Ihre Artenvielfalt ist kaum vorstellbar.

Alleine 1.300 Gefäßpflanzen, etwa 1/3 aller in Deutschland vorkommenden Gewächse, sind in der Region Mittleres Rheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz zu finden.

Überall dort, wo sich Pflanzen neu ansiedelten, hatte in den meisten Fällen auch der Mensch seinen Einfluss. Zum Beispiel durch die Kultivierung der Rheinufer wurden neue Lebensräume durch den Weinanbau geschaffen. An anderen Stellen gehen auch Biotope zugrunde. Mit der Aufgabe des Flachsanbaus sind Pflanzenarten, z.B. um Bingen, völlig verschwunden.

Auch in der Tierwelt ist die Artenvielfalt im Rheintal kaum vorstellbar. Auf der Dörscheider Heide, nur wenige Kilometer von der Loreley entfernt, konnten Mitte der 80iger Jahre auf einer nur 5 qkm großen Fläche alleine 600 Großschmetterlingsarten gezählt werden.
Die Eingriffe des Menschen in die Natur haben jedoch auch in der Tierwelt zu einem Artenschwund und Wechsel geführt. Der Uhu, der Schlangenadler, der Wanderfalke, der Wolf und der Fischotter wurden zum Teil völlig ausgerottet. Die klimatischen Veränderungen auf der einen Seite und die Umgestaltung der Landschaften auf der anderen Seite, gefährden bis heute den Bestand vieler Tierarten.
So sind durch die Begradigung des Rheinlaufs viele Überflutungsflächen und Feuchtbiotope verschwunden. Die durch den Menschen verursachte Verschlechterung der Wasserqualität bis in die 80iger Jahre, hat eine Reihe von Tierarten den Tod gebracht.
Dass der Lachs heute wieder im Rhein zu finden ist, zeigt, dass sich die Wasserqualität stark verbessert hat. Die Körbchenmuschel, sie stammt aus Ostasien, ist heute der am häufigsten zu findende Rheinbewohner.

Unsere Buch-Tipps zum Thema

Saurier-Ammoniten- Riesenfarne

Deutschland in der Kreidezeit von
Harald Polenz und Christian Späth.

Die Kreidezeit, benannt nach den weißen Kreidefelsen auf Rügen, war eine der aufregendsten Epochen in der gesamten Erdgeschichte. Flora und Fauna nahmen Gestalt an, die Erde sah zum ersten Mal Blütenpflanzen und in deren Gefolge neue Insektenarten und Vögel. Die ersten Laubbäume entfalteten ihre Kronen und der Atlantische Ozean wurde geboren. Riesenammoniten belebten die Meere, Dinosaurier und Flugsaurier beherrschten als Giganten das Festland und die Luft. Viele neue, uns vertrauten Formen entstanden: Muscheln und Haie, aber auch Schildkröten, Krokodile, Seerosen oder Eichen haben ihre Gestalt seitdem kaum verändert. In der Kreidezeit lagerte sich zudem Mikroplankton auf dem Meeresgrund ab, das sich im Laufe der Jahrmillionen zu Öl verwandelte und so heute die Weltgeschichte maßgeblich beeinflusst.

Die Autoren stellen anschaulich die verschiedenen Lebensräume zu Lande und zu Wasser vor und präsentieren anhand von Funden aus ganz Deutschland die enorme Vielfalt des Lebens vor rund 144 Millionen Jahren. Sie erläutern, wie und warum es zu diesen gewaltigen Veränderungen kam und welche Bedeutung sie für die weitere Naturgeschichte haben. Sie fragen nach den Ursachen des großen Artensterbens, dem am Ende der Kreidezeit vor rund 65 Millionen Jahren auch die Saurier zum Opfer fielen, und weisen den Lesern außerdem den Weg zu den wichtigsten Aufschlüssen der Kreidezeit in Deutschland - von Rügen über Helgoland, das Münsterland und das Ruhrgebiet bis nach Bayern und Sachsen. 

160 Seiten mit rund 120 farbigen Abbildungen. 21 x 27 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Preis: EUR 36.00

Theiss-Verlag

NATUR TOUREN RHEINSTEIG

ist eine wunderschöne Ergänzung zu dem bereits erschienen Buch "Wander Touren Rheinsteig". Aufgeteilt in 20 Abschnitten werden in dem neuen Werk die geologischen Besonderheiten sowie die zu erwartende Pflanzen- und Tierwelt an der Strecke beschrieben.

Natürlich öffnet sich dem Wanderer nicht die Blütenpracht einer Frühlingstour, wenn er sie auf den Herbst verlegt. Doch alleine zu wissen, welche Artenvielfalt bei Flora und Fauna sich auf einer Strecke von 320 km präsentieren könnte, ist beeindruckend zu lesen. Und so geht auch die Titelung "Wundern, Wandern, Wissen" völlig in Ordnung. Einige Tipps und Informationen sind besonders nützlich, hier ein Beispiel:

Wer sich einer bis zu 5 m hoch werdenden Riesen-Bärenklau-Pflanze nähert, sollte die tellerförmigen Blütenstände, die einen Durchmesser von bis zu 80 cm erreichen können, nicht berühren. Heftige, unangenehme Hautreaktionen sind meist die Folge.

Auch dieses Buch des idee-verlags unterstreicht, wie der bereits erschienene Wanderführer, die Besonderheit der Rheintalwanderstrecke: Rheinsteig. Diesmal als Naturerlebniswanderung.

Preis: EUR 14.95

idee-media

 
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