In einigen Jahren soll wieder eine stabile Population etabliert sein - daran wird zwischen Basel und Rotterdam derzeit gearbeitet.
"Die Lachse im Rhein sind ausgestorben"- so urteilten Fachleute, und es klang endgültig.

Doch in den letzten Jahren wurden Zehntausende von Junglachsen aus spezialisierten Zuchtbetrieben in Flussläufen rechts und links des Rheines ausgesetzt, und diese Bemühungen beginnen sich jetzt auszuzahlen.
Die Fische traten nach ein, zwei Jahren Flussaufenthalt ihre weite Reise ins Meer an, verstreuten sich über riesige Gebiete und sammelten Kraft für den aufreibenden Rückweg flussaufwärts. Und nicht anders als die früheren Rheinsalme, versuchten sie im Herbst in ihre "Heimatgewässer" zu gelangen, um dort zu laichen. Einzelnen gelang die gefahrvolle Odyssee, in der Sieg sind bereits Nachweise der nächsten Generation gelungen.
Durch diesen Zyklus waren die früheren Rheinsalme zu einer eigenen Unterart geworden. Die Tiere, die heute durch den Rhein in ihre Laichgebiete zurückkehren, sind Nachzüchtungen anderer Lachsarten mit abweichendem Erbmaterial, was ihr Bestehen erschwert. Entscheidend ist jedoch ein geeigneter Lebensraum.
Der "Lachsvertrag" von 1885 zur Wiederansiedelung der Lachse durch Beschränkung der Fischerei und verbesserte Wasserqualität zeigt diesbezüglich endlich Auswirkungen: Illegale Einleitungen der Industrie sind seltener und der Fluss dadurch sauberer geworden.
Viele Tiere scheitern bei der Rückkehr vom Meer jedoch immer noch, z.B. an den unüberwindlichen drei Stauwerken im holländischen Lek. Der zweite Zugang zum Rhein, der Waal, bietet ihnen dafür einen breiteren und freien Weg.
Fische im Rhein
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Siehe auch:
von Schülern im Rhine-River-Projekt