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Buntsandstein Kletterparadies im Pfälzer Wald

80 Klettertürme und 140 Massive im Wasgau, einzigartig in deutschen Mittelgebirgen

Kletterer am Trifels bei Annweiler, südlicher Pfälzer Wald. Foto:Rheintal.de
Buntsandstein Detail mit starker Erosion. Foto:Müller/Pfalz
Eidechsen bevorzugen gerne Spalten und Risse im Bunt-Sandstein als Unterschlupf. Foto:Rheintal.de
Die Sicherheit geht immer vor. Daher ist die gute Ausrüstung eine Grundbedingung für schwierige Klettertouren. Foto:Rheintal.de

Zwischen den Städten Annweiler, Pirmasens und Wissembourg im Elsass, erstreckt sich der Pfälzer Wald. Die Region Wasgau, gehört mit ihren eindrucksvollen Buntsandstein Formationen zu den interessantesten Klettergebieten, in Deutschlands Mittelgebirgen. Im Erdzeitalter des Perm wurden in diesem Gebiet Sandstein Formationen von ungefähr 100 Metern dicke abgelagert. Millionen Jahre später herrschte hier wüstenhaftes Klima, so dass durch weitere Sandablagerungen Gesteinsschichten von bis zu 500 Metern erreicht wurden. Durch Beimischung von Eisenoxid entstand die charakteristische rötliche Färbungen des Gesteinspakets.

Verlässt man die Autobahn aus dem Norden kommend bei Landau und und folgt der Bundestrasse 10 in das Queich-Tal bei Annweiler, dann führt der Blick bald auf die ersten Buntsandstein Formationen der Region. Die Burg Trifels thront weit sichtbar auf einem Sandstein-Turm, umgeben von gleich drei weiteren Türmen. Diese Gegebenheit der Natur dürfte der Örtlichkeit auch ihren Namen eingebracht haben. Nicht alles was hier zum Klettern einläd, darf jedoch ohne Einschränkung als Kletterroute genutzt werden.

Die sensiblen, an vielen Stellen sehr weichen, brüchigen Sandstein-Felsen, gilt es auch zu schützen. Daher dürfen eine ganze Reihe der Felsen nicht "beklettert" werden. Einige sind in die Listen der Naturdenmäler, aufgenommen worden, andere stehen unter Schutz wegen ihrer Flora und Fauna Besonderheiten. Während der Brutzeit der Vögel, gelten für seltenen Tiere wie Turm- und Wanderfalke und auch Eulenarten besondere Schutz- Massnahmen. Die Vögel nisten gerne in Felsspalten und Überhängen und sind einen unverhofften Besucher mit Seil und Haken nicht gewöhnt.

Wir bitten daher alle Freunde des Klettersports besonders hier, um eine große Rücksichtnahme. Sich Rat und Hilfe von ortskundigen Kletterfreunden einzuholen, ist sehr zu empfehlen. Von etwa 80 Türmen, mit bis zu 60 Höhenmeter und ca. 140 Massiven berichtet die Vereinigung der Pfälzer Kletterer auf ihrer Webseite. Und wer mit dem Klettersport erst hier beginnt, sollte sich unbedingt vorher fachkundigen Rat holen, bevor er sich auf eigene Faust auf den Weg macht.

Wenn auch die meisten schwierigen Routen besonders gesichert sind, so ist das Klettern an Buntsandstein Massiven eine Liga für sich. Unerfahrenheit, Leichtsinn und die Überschätzung des eigenen Können, hat nicht nur in den traditionellen Kletterregionen der Alpen schon so manche Katastrophe verursacht.

Hier unsere Web-Empfehlung: www.pfaelzer-kletterer.de