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Von Köln mit dem Auto zur Loreley u. Umgebung

Ein Tourenbericht von Carola und Kurt Becker

Blick auf den Loreley-Felsen und das obere Mittelrheintal. Foto:Kurt Becker
St.Goarshausen-Ehrental Kirche St.Sebastian Foto:Wikipedia-Foto Haffitt CC BY-SA 3.0
Das Blücher Denkmal in Kaub mit der Burg Gutenfels im Hintergrund. Foto: Kurt Becker
Gamälde von Wilhelm Camhausen. Rheinüberquerung der Blücher Truppen
Burg Katz, Rheinfels bei St. Goar, St. Goarshausen; Burg Maus. Foto: Kurt Becker
Blick in das obere Mittelrheintal mit Oberwesel. Foto:Kurt Becker
Erinnerungstafel an den Dichter "Hoffmann von Fallersleben". Foto:Kurt Becker
Blick auf Oberwesel. Foto Kurt Becker

Wir beginnen die Fahrt um ca. 8.00 Uhr in Köln. Über die Autobahn A3 fahren wir Richtung Süden zum Dernbacher Dreieck und erreichen über die A 48 die Ausfahrt nach Bendorf. Dort verlassen wir die Autobahn und fahren rechtsrheinisch über die B 42 Richtung Koblenz bis Kamp-Bornhofen. Wir biegen links ab zur Wallfahrtskirche und legen hier den ersten Stop am Pfarrgarten ein. Nach kurzer Rast setzen wir die Fahrt flussaufwärts Richtung fort.

Das Flusstal wird am oberen Mittelrhein zunehmend enger. Schliesslich erreichen wir Sankt Goarshausen-Ehrental. Hier am Rheinstromkilometer 560 legen wir eine größere Rast ein und begeben uns in in die Klosterschenke. 881 wurde das Kloster Ehrenthal das erste Mal als Wein- und Hofgut im Besitz des Klosters Prüm in der Eifel erwähnt. Ab dem späten Mittelalter diente das Gut dem Abt des Benediktinerklosters Gronau als Sommersitz. Nach einer Stärkung fahren wir weiter zum Rheinufer, zur Nixe Loreley-Statue auf der Hafenmole des Loreleyhafens. Es handelt sich um ein Geschenk der Künstlerin Natasha Alexandrowna Prinzessin Jusoppow 1983 an die Stadt Sankt Goarshausen.

Nun verlassen wir St.Goarshausen und fahren auf der B 42 weiter flussaufwärts. In einer weiten Schleife führt die Strasse entlang des Rheins um den Loreley-Felsen. Die sonst parallel verlaufende doppelgleisige Bahnstrecke wird hier durch den Loreley-Tunnel geführt. Wir erreichen Kaub. Ein großes Denkmal erinnert an Feldmarschall Blücher, der auf dem Weg nach Frankreich im Dezember 1813 hier auf der rechten Rheinseite, die schlesische Armee sammelte. Oberhalb von Kaub lag das Zentrum der Armee auf den Taunushöhen. Über eine extra errichtete Brücke, überquert im Januar 1814 ein großer Teil der Truppen hier den Rhein.

Kaub war unserer südlichster Zielort im Rheintal. Wir beginnen die Rückfahrt in Richtung Koblenz, biegen jedoch in Kaub nach recht ab in Richtung Weisel. Die Blücher-Strasse führt vom Flusstal bergauf und wir erreichen nach ca. 2 km am Jugendcamp Kaub, die Abbiegung nach Dörscheid. Hinter dem Ortsschild geht es geradeaus bis zur einer Gabelung, dort fahren wir nach links und kommen zu unserem nächsten Ziel, die Schwedenschanze. Bei ihr handelt es sich um eine Sternschanze, die eventuell angelegt wurde, als der Landgraf von Hessen das pfälzische Kaub 1631/32 im Rahmen des Dreißigjährigen Krieges belagerte. Der Schwedische König Gustav Adolf hatte hier ebenfalls  Truppen stationiert. Vermutlich geht auf dieses Ereignis der Name der Schanze zurück. Sie liegt ca. 750m westlich von Dörscheid. Bei gutem Wetter führt der herrliche Blick über zahlreiche Orte des Taunus, Hunsrück und ins Rheintal. 

Ein weiterer schöner Aussichtspunkt bietet sich von der Hahnenplatte. Sie ist fußläufig in etwa 20 Minuten von der Schwedenschanze zu erreichen. Mit dem PKW geht es bis zum Ende des Asphaltwegs. Dort kann man parken und erreicht zu Fuß nach ca. 350 m den Aussichtspunkt "Hahnenplatte" mit einem schönen Blick auf Oberwesel. 

Fortsetzung folg in Kürze