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Kultur & Geschichte im Rheintal

Buch-Tipp

Alamannen zwischen Schwarzwald, Neckar und Donau

herausgegeben von
Ade, Drotohee / Rüth, Bernhard / Zekorn, Andreas

Die Frage, wer waren die Alamannen und seit wann bevölkerten sie die Region zwischen Rhein, Neckar und Donau konnte lange Zeit von den Geschichtsforschern nicht eindeutig beantwortet werden. Untersuchungen, vor allem in den letzten Jahren, ergaben, dass es sich bei den Alamannen um Volksgruppen handelte, die von den Römern als Barbarenstämme bezeichnet wurden.
Als sicheres Zeugnis für die Existenz der Alamannen werten die Forscher das Jahr 289 n. Chr. Am 21. April werden die „Barbarenstämme“ der Burgunder und Alamannen in einer Lobrede des Mamertinus auf Kaiser Maximianus in Trier erwähnt.
Das Buch begleitet die Ausstellung, die in diesem und im nächsten Jahr an vier unterschiedlichen Orten in Baden-Württemberg zu sehen sein wird. Die Fachautoren beleuchten die Lebenswelt jener Jahrhunderte und zeigen, wie die Gesellschaft der Alamannen strukturiert war. Der Leser erfährt, wie sie wohnten, welche Kleidung sie trugen, womit sie handelten und was sie glaubten. Ein interessantes Buch über eine interessante Volksgruppe, die im Südwesten Deutschlands siedelte und deren Wurzeln bis heute nicht verloren gingen.

EUR 29,90
Theiss-Verlag


Messel – Schätze der Urzeit

Dem Kenner der Materie signalisiert der Begriff „Messel“ sofort: spektakuläre Funde aus der Urzeit.

Dem Laien erschließt sich erst beim Besuch des Landesmuseums in Darmstadt die Bedeutung der Fossilien.


125 Ausstellungsstücke wurden zu einer Wanderausstellung zusammengestellt und sind seit März d. J. in dem Museum zu sehen. Ab November 2007 bis 2011 werden die Exponate im Ausland und zwischenzeitlich wieder in Deutschland präsentiert. Die Fossilienfundstelle „Grube Messel“ bei Darmstadt wurde 1995 als erstes deutsches Naturdenkmal in die Liste des Welterbes aufgenommen. Die Überreste von Tieren und Pflanzen, die vor ca. 48 Millionen Jahren lebten, sind zum Teil so gut erhalten, dass selbst Haare, Federn und Magenreste bis hin zu Föten schwangerer Säugetiere zu erkennen sind.

Das Buch zur Ausstellung informiert über die Fundstätte und ihrer Bedeutung, gibt Einblick in den Lebensraum des Messel-Sees und seiner Umgebung. Zu den bedeutendsten Entdeckungen gehören das Ur-Pferdchen, der Ameisenbär und das Messeler „Urtapir“, das 1973 von einem Hobby-Paläontologen gefunden wurde.

Doch nicht nur die zahlreichen Entdeckungen von Säugetieren geben Einblick in das Leben vor 48 Millionen Jahren in Deutschland, sondern auch die Funde von Fischen, Insekten, Reptilien, Pflanzen und Baumresten.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Hrsg.)

Messel Schätze der Urzeit 2007. 1. Auflage 160 Seiten mit 140 farbigen Abbildungen. 22 x 29 cm. Gebunden mit Schutzumschlag.

EUR 24.90

Theiss-Verlag

 
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