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23.03.2018

„DEUTSCHLAND IST KEINE INSEL“

Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland Ankäufe von 2012 bis 2016
8. März bis 27. Mai 2018  

Jörg Herold, Autobahn, 2012
s/w Kopie auf Leinwand kaschiert, bearbeitet mit Beize, Wasserfarben und Chinatusche
60 x 42 cm
Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland

„Der Ausstellungstitel „Deutschland ist keine Insel“ – ein Zitat, das von verschiedenen Persönlichkeiten im öffentlichen Diskurs verwendet wird und wurde – trägt eine Botschaft in sich, die zeitgemäßer und dabei zeitloser nicht sein könnte: Kunst schafft Freiheit. Durch die interdisziplinäre Suche nach Konfrontation mit tradierten Sichtweisen und Vorstellungen öffnet sie Freiräume, die uns immer wieder zu Toleranz, Offenheit und zur Reflexion auffordern. Dieses integrative Moment soll sich in der Ausstellung widerspiegeln, die den Versuch unternimmt, den multikulturellen Ort ‚Deutschland‘– einen Ort, an dem alle willkommen sind – zu beschreiben.“, so Rein Wolfs, Intendant der Bundeskunsthalle. Die Ausstellung zeigt ca. 150 Werke (von insgesamt 172) von 81 Künstlerinnen und Künstlern, die innerhalb der letzten fünf Jahre für circa 1,7 Millionen Euro von einer Fachkommission für die Sammlung der Bundesrepublik Deutschland angekauft worden sind. Sie einte u.a. die Frage: „Welche Kunstwerke nehmen in besonderem Maße auf unsere Gesellschaft Bezug und können jetzt und in Zukunft Auskunft über den Zustand unserer deutschen Gegenwart erteilen?“

Für die Konzeption der Ausstellung waren Begriffe und Kategorien wie politische und gesellschaftliche Bedeutung, Bildästhetik oder Medienreflexionen maßgeblich. Sie geht der Frage nach, welchen Stellenwert formale, ästhetische Überlegungen, politische oder institutionskritische Botschaften, reine Narrationen oder populär-kulturelle Haltungen im Zusammenhang einer konzeptuellen und gesellschaftsrelevanten Kunst einnehmen. „Deutschland ist keine Insel“ trägt der im zeitgenössischen Kontext relevanten Sammlung des Bundes Rechnung und veranschaulicht, wie historische und aktuelle Entwicklungen und Tendenzen, kollektive Sehgewohnheiten oder Hinterfragungen von Bildkonstruktionen künstlerisch und modellhaft umgesetzt werden. Die Auswahl der Werke gibt einen guten Überblick über die aktuelle Kunstproduktion und macht deutlich, dass die gegenwärtigen künstlerischen Ausdrucksformen eine breite Palette an Techniken und Medien umfassen – von raumgreifenden Installationen, Zeichnung, Malerei und Skulptur bis hin zu Fotografie, Video und akustischen Arbeiten. Ein Blick auf die Namen der Künstlerinnen und Künstler offenbart die Vielfalt zeitgenössischer Kunst, die sich aus dem Pluralismus der Kulturen, Weltanschauungen, Religionen und Lebensweisen in unserer Gesellschaft bildet: 

Franz Ackermann, Georges Adéagbo,Horst Ademeit, Saâdane Afif, Nevin Aladağ, Kader Attia, Monika Baer, Nairy Baghramian, Rosa Barba, Victoria Binschtok,

Shannon Bool, Matti Braun, Andrea Büttner, Nina Canell, Vajiko Chachkhiani, Clegg&Guttmann, Daniel Gustav Cramer, Natalie Czech, Paul Czerlitzki, Sebastian Dacey, Simon Denny, Thea Djordjadze, Jürgen Drescher, Jimmie Durham, Hedwig Eberle, Jan Paul Evers, Helen Feifel, Ceal Floyer, Carsten Fock, Isa Genzken, Douglas Gordon, Asta Gröting, Petrit Halilaj, Flaka Haliti, Toulu Hassani, Jörg Herold, Olaf Holzapfe,l Sofia Hultén, Anne Imhof, Annette Kelm, Daniel Knorr, Seb Koberstädt, Jutta Koether, Jürgen Krause, Alicja Kwade, Klara Lidén, Jonas Maas, Antje Majewski, Ján Mančuška, Rémy Markowitsch, Michaela Melián, Rabih Mroué, Michael Müller, Olaf Nicolai, Emeka Ogboh, Henrik Olesen, Michael Pfrommer, Wolfgang Plöger, Charlotte Posenenske, Bettina Pousttchi, Ricarda Roggan, Adrian Sauer, Max Schaffer, Santiago Sierra, Timur Si-qin, Kathrin Sonntag, Juergen Staack, Dirk Stewe, Hito Steyerl, Ignacio Uriarte, Marcel van Eeden, Erik van Lieshout, Jeronimo Voss, Claudia Wieser, Lily Wittenburg, Ruth Wolf-Rehfeldt, Haegue Yang, Tobias Zielony, David Zink, Yi Zinny/Maidagan, Thomas Zipp 

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

www.bundeskunsthalle.de